Am 5. Juli
Frau Brüllen fragt wie immer, was so überall am 5. des Monats passiert. Nicht so viel. Ehrlich und ungeschönt.
Um 6.40 aufgewacht. Hallo, wir haben doch Sommerferien? Bibel lesen, Internet durchschauen.
Um 7.30 raus, Wäsche aufhängen. Die Sonne scheint. Dann wieder ins Bett.
Bis 9.40 schlafe ich, aber träume... nicht so gute Dinge.
Kaffee.
Kurz ins Gewächshaus, den Tomaten geht es gut. Es ist kalt heute, 14'C und Wind aus Norden.
Der Mann steht auf, wir frühstücken um 10.40.
Ich gehe nach oben, um zu weben.
Es wird plötzlich dunkel draussen, ich fürchte um die Wäsche. Fast alles ist schon trocken, ich bringe die Sachen herein. Der Jüngste ist auf und der Mittlere auch.
Ich webe zu Ende. Dann ist auch die Freundin aufgestanden. Sie und der Mittlere wissen nicht, wann sie in die Stadt wollen, es ist aber wichtig.
Dann hole ich die letzten Kleidungsstücke von der Leine und bringe sofort auch eine Hose zu dem Mittleren ins Zimmer. Er und die Freundin sitzen mit Frühstück (nach 13 Uhr, übrigens - aber sie waren bis 4 am Morgen auf, es sind Sommerferien, sie sind 16 und noch immer schlimm verliebt) nebeneinander in seinem Bett (90 cm breit, aber sie sind beide sehr schlank) und gucken sich ein Film an. Mit Kaffeetasse im Bett... finde ich nicht so richtig.
Inzwischen ist auch die Bettwäsche der Freundin in den Wäschekorb gekommen. Morgen wird der Namensvetter des Mittleren kommen, da muss man Beweisstücke wegräumen... aber es wäre mir lieber, sie würden es zusammenfalten und wieder in den Schrank stellen, es ist ja nichts passiert in den letzten zwei Nächten... wie Unglück mit der Kaffeetasse oder so.
Ich räume im Zimmer neben dem Taubenschlag (oder auch: Zimmer des Mittleren) auf, dort werden wir nämlich bald renovieren. Ist mir echt egal, wenn es den Turteltauben stört, hier in diesem Haus wird gelebt und sie kriegen sowieso sehr viel Privatsphäre...
Der Älteste kommt nach Hause Seine ersten zwei Tage als Sicherheitsbeauftragter sind sehr langweilig gewesen. Gottseidank! Nur einem geistig behinderten Jungen musste er sagen, dass sein Benehmen die Kunden stört.
Um 15 Uhr fahren wir in die Stadt. Bevor wir losgehen, sage ich dem Mittleren und der Freundin, sie sollten bitte doch vernünftig mit dem Geld umgehen, es kann nicht immer Fertigessen sein, sie können ja beide kochen... Beide lächeln und nicken. Im Auto scheint alles in Ordnung zu sein.
Wir kaufen ein, dann besuchen wir meinen Vater. Ihm geht es relativ gut.
Wieder zu Hause nehme ich den anderen Wagen und fahre in den Wald. Ob es Pilze oder Walderdbeeren gibt...? Nichts, Regenschauer in den letzten Tagen haben noch nichts geändert.
Dem Jüngsten sage ich, er könnte bitte beim nächsten Mal, wenn die Freundin bei uns ist, auch jemand anders am Tisch reden lassen - er ist hyperaktiv und merkt so etwas nicht, aber zum Glück hochbegabt und kann generell sein Verhalten korrigieren.
Ich gehe raus Unkraut jäten und heule noch ein bisschen. Andererseits wird Satan immer sehr aktiv, wenn irgendwas sehr gut geht... und es gab ja auch sehr gute Momente in den letzten drei Tagen. Und sehr schöne Dinge baut man lange auf, richtig?
Dann schreibe ich diesen Eintrag. Der Mann und der Älteste machen derweil etwas im bald renoviert werdendem Zimmer.
Damit Sie auch etwas Schönes zu sehen kriegen:
https://kultuur.err.ee/1609022708/vaata-uuesti-tantsupeo-elotahti
Das ist eins der Tänze, wo auch die Freundin Freitag Abend mitgetanzt hat. Leider wurde von der falschen Seite des Stadions gefilmt, sie ist nicht zu sehen. Der Tanz und der Musik sind aber beide sehr schön.
Haben Sie einen schönen Abend!
Die Choreographie ist sehr beeindruckend.
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