Eiszeit (am 5. Februar)

 Nach dem zweitkältesten Januar seit etwa 20 Jahren macht Februar einfach munter weiter*. Frau Brüllen fragt zwar auch heute, was man (frau) eigentlich den ganzen Tag macht, aber...


Vor 5 Uhr fängt Der Mann an zu zittern. Migräne, wieder. Er nimmt brav seine Tablette und ich kann sogar noch einschlafen. 

Um 7.30 bin ich endlich wach. Hallelujah, das Kind geht heute später in die Schule.

Kaffee. Feuer im Ofen der Küche/Wohnzimmer. Draussen sind -23'C. 

Frau Corsa mag nicht so gern, aber springt doch an. Monsieur Picasso macht Winterpause, Diesel-Franzosen fahren nicht bei so einem Wetter! Mazda-san kann ich sowieso nicht fahren und der sitzt schon seit drei Monaten in der Werkstatt (aber den haben wir sowieso nur gekauft, damit die Grossen mit Dem Mann Fahrunterricht machen können - und die zwei sind ja im Moment weg). Ich fahre den Jüngsten bis zur Bushaltestelle. Die Sonne geht auf. Zur Arbeit muss ich heute nicht. 

Feuer im Ofen des Mittleren und im alten Ofen (jeder Ofen hat seinen Namen, und wir haben viele). Wäsche. Zimmerpflanzen. Im Bad kommt kein kaltes Wasser...

Dem Mann geht es besser, er nimmt den Fön und dann kommt auch kaltes Wasser im Bad (ein ganz normaler Fön für Haare hilft super, wenn die Wasserleitungen zugefroren sind).

Ich sitze beim Ofen und mache Handarbeit. Und ich spreche mit den Grossen - sie können am Wochenende wieder nach Hause, das ist schön. Dem Ältesten überweise ich 40 Euros, damit er sich ein neues Paar Jeans kauft. Feuer im Badezimmerofen.

Ich esse dazwischen eine Kleinigkeit. Der Mann, dem es wirklich schon gut geht, macht Telefonate und passt auf die Öfen auf. 

Um halb zwei gehe ich nach draussen, um Brennholz zu holen. Kalt, kalt, kalt, aber -12 ist doch erträglicher. Der Mann hackt Holz. 

Feuer im Ofen des Jüngsten. Dann später meint Der Mann, er könnte doch mal wieder auch Kamin anzünden. Bei dem Wetter...

Noch später Feuer im Holzherd und im Öfchen im Flur. Der Jüngste sagt, dass er bald nach Hause kommt. 

Ich koche. Es gibt Hähnchen mit Tomatensauce und Reis. Und als Nachtisch mache ich modifizierte Runeberg-Törtchen, über die Frau Frische Brise heute gebloggt hat. Modifiziert, weil ich nur 55 g Mandeln hatte, den Rest habe ich mit Walnüssen ersetzt... und später kommt obendrauf rote Johannisbeergelee statt Himbeermarmelade. Trotzdem vielen Dank für den Rezept!

Der Mann holt den Jüngsten von der Bushaltestelle ab. Normalerweise laufen wir alle diese 500 Meter, aber heute ist es wirklich zu kalt. 

Wir essen. Der Jüngste berichtet über Volleyballtournier in der Schule. 

Jetzt mache ich noch Duolingo und irgenwann später werde ich diesen Post verlinken. Draussen sind -17'C. 


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*am 1. Februar war unsere Pumpe erfroren... weil -26'C. Und ja, wir haben Dämmung und noch ein Heizkabel drumherum...

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