Februar kommt zu Ende

Höhen und Tiefen hat es gegeben, aber eigentlich mässig.

Am 1. Februar wurden 23 Jahre seit "Ja, ich will". Den Tag haben wir statt Kirche (wie sonst immer Sonntags) mit "Ochse Wasser aus dem Brunnen" angefangen. In der Nacht gab es draussen -26'C und die Wasserpumpe war zugefroren. Dann sind wir doch rechtzeitig zum Abendmahl in der Kirche angekommen und später konnten wir auch noch mit den Kindern ins asiatische Restaurant. 

Dann... gab es kalte Wintertage. Nichts besonderes. 

Am Wochenende des Valentinstags konnte ich zur Gebetsgruppe und die jüngeren Kinder waren im Süden am Meer... Im lettischen Ventspils gab es Wettkämpfe. Der Mittlere kriegte dort seine erste internationale Medaille, Silber im Teamschiessen. 

Die verrückte Inderin verursachte weiter Chaos. Ich musste nach ihr putzen, denn "gemeinsame Räume sauberhalten" versteht sie irgendwie anders... und es stellte sich heraus, dass sie nach drei Jahren in Estland noch immer keine Ahnung hat, dass man sich bei kaltem Wetter anders kleidet als bei heissem. Nach einen längeren Vortrag über warme Kleidung fragte sie mich, was Wolle eigentlich ist... ("Sheep? Baa?" fragte ich zurück.) Und sie will ausziehen. Gern, am liebsten zurück nach Indien. Es ist auch etwas respektlos, wenn man drei (3) Jahre in einem Land lebt und sich gar nicht dafür interessiert, wie das Leben dort eigentlich funktioniert. 

Am 24. Februar ist der Unabhängigkeitstag. Der Älteste hat dann bei der Parade mit marschiert. Der Mittlere hatte ein verlängertes Wochenende zu Hause, er hat nach unserer guten Tradition Gartenarbeit geleistet, immer zum Thema "dieser Ahorn da" - also, überflüssige Bäume* gefällt. Es gab Sonne und -2'C, wunderbar.

Der Jüngste kriegte Winterferien und verbrachte das Meiste davon im Wintercamp der Kirche. Es hat ihm viel Spass gemacht, unter anderem gab es NACHTSPIEL und weil der Camp in einer Kleinstadt stattfand, interessierte sich dafür auch die örtliche Polizei... Jugendliche in Handschellen, ein Typ mit Maske und gewehrartigem Ding (Spielzeug!), lautes Rufen im Dunkeln... Sie hätten es wirklich früher anmelden müssen.

Ich habe Tomatensamen gesät. Vielleicht wird es was...

Und jetzt ist es wettermässig wunderbar, +5'C und die ganze Welt voller Nebel, denn der Schnee schmilzt sehr intensiv. 

Finanziell ist es alles andere als wunderbar, denn Kupplung des Monsieurs Picasso muss (fast?) vollständig ausgewechselt werden. Da geht unser Italien-Urlaub... Denn ohne Auto können wir auch nicht auf Urlaub fahren. Aber wir haben alles, was wir brauchen, Urlaub ist Wunsch, kein Bedürfnis... und nach diesem Winter können wir auf einen richtigen Sommer hoffen. So wie es einmal war, nicht so nass und so sibirisch wie im letzten Jahr (wortwörtlich!), bitte. 

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*unser Grundstück ist teils sehr ungepflegt, weil sehr gross. 

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