Was ich am 5. April machte, mit Verspätung

 Schon wieder zu spät. Aber...


Um 7 Uhr will Millie, die heimlich auf dem Kleiderschrank geschlafen hat, ihren Frühstück. Sie strampelt eine Stunde lang auf mich herum, bis ich aufgebe und aufstehe. Katzenfutter, Dusche, Kaffee. Kinder wecken, ausnahmsweise sind alle drei zu Hause. 

Kinder nochmal wecken. Und nochmal. Und für sie Socken suchen. 

Der Mann fühlt sich gar nicht gut, er bleibt zu Hause. Wir kommen doch rechtzeitig in die Kirche, der Parkplatz ist voll. Noch vor dem Gottesdienst spreche ich mit einer jungen Frau, die Sonderpädagogik studiert, damit sie bei Möglichkeit ihre Lehrkräfte fragt, wie und ob  Freunde dem Freund mit dem Schlanganfall besser helfen können.

Gottesdienst ist schön und festlich. Doch muss ich vor dem Ende los, denn der Mittlere muss heute früher zurück nach Jõhvi und ich will ihn noch sehen. Ich fahre den Mittleren und den Ältesten zum Supermarkt und sage ihnen unterwegs, worauf sie achten müssen, falls die verrückten Staatsleiter noch verrückter werden sollten... Denn der Mittlere fährt heute, am Montag (Ostermontag ist in Estland kein Feiertag) für zwei Wochen nach Lettland, wegen irgendwelche Übungen und Training - Krieg spielen eigentlich -, aber die Weltordnung kann jederzeit kippen. Oder so. Der Älteste macht Witze, der Mittlere nimmt es ernst. 

Dann komme ich noch rechtzeitig zurück, um bei Abendmahl dabei zu sein. 

Nach der Kirche gehe ich schnell einkaufen und dann nach Hause. Dem Mann geht es noch immer nicht besser. 

Nachmittagskaffee und Holz in die Scheune tragen für mich. Brennholz muss einigermassen mit System gelagert werden. 

Um 17 Uhr fange ich an zu kochen. Von Kartoffelpüree gestern (zum Osterente) ist so viel übrig, dass ich das auf Shepherd's Pie legen kann. 

Der Jüngste kommt an, er hat bei der grossen Ostereiersuche mitgeholfen. Wir essen. 

Nach dem Essen gehe ich raus, um das mit Brennholz zu Ende zu machen... der Jüngste kommt mir helfen. Auch Der Mann kommt für eine Weile nach draussen. Der Jüngste erzählt mir über Teenager-Dramen seiner Freunde. Dann haben wir es fertig. Und gut so, denn heute regnet es. 

Danach... bin ich müde. Ich stricke noch ein Sockenpaar für Den Mann fertig, lese dabei einen Krimi und vergesse komplett, dass Frau Brüllen gefragt hat, was man (frau) so den ganzen Tag macht. 

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