Unser Juni
Tja, wir hatten so ziemlich Vieles.
Am 1. Juni haben wir bei der Arbeit Kindertag gefeiert. War nicht so schlimm wie ich dachte. Ich habe dort zum ersten Mal im Leben ein Pferd gestreichelt.
Am 2. Juni gab es hier... Überspannung oder so etwas. Wir haben jetzt keinen Fernseher mehr. Kaputter Dings aus dem Computer des Ältesten wurde schon ausgewechselt. Dasselbe Ding aus dem Computer des Mittleren ist noch immer in der Garantie. Herd funktioniert, nur ohne Smart-Funktionen - habe ich sowieseo nie benutzt. Spülmaschine hat ein Gehirn-OP gekriegt und das kaputte Ding (winzig, blau) wird dann ausgewechselt.
Dann irgendwann habe ich Tomaten rausgepflanzt und schlimm Pollenallergie gehabt.
Der Mittlere war bei "Soldatenspielen", wo er natürlich der beste im Bogenschiessen war.
Am 5. Juni wollte ich eigentlich Gartenarbeit machen, aber ging nicht raus... und ging nicht raus... und dann machte die Waschmaschine komische Geräusche und fing an zu brennen - oder so, es gab jedenfalls Rauch. Dank Gott, ich war im Haus und konnte es abstellen. Am Abend machte ich Cafe in der Kirche, weil es Nacht der Kirchen gab.
Am 8. Juni lernte ich, wie man Pizzateig korrekt ausbreiten muss, wir hatten nämlich Team-Ereignis. Davor am Morgen war ich noch zum letzten Mal bei der Kaserne in Jõhvi, weil der Mittlere Teile von seinem Uniform zu Hause vergessen hatte.
Dann... gab es irgendwas. Ich hatte noch ein Jobinterview, aber dort werde ich doch nicht erwartet - kein Problem.
Am 12. Juni hatten wir Party. Zwei Freunde der Jungs waren da, es wurde sauniert und alle waren glücklich.
Am 13. Juni gab es Beerdigung. Eine 39 Jahre alte Frau aus der Gemeinde... Irgendeine Autoimmunkrankheit machte ihren Körper so furchtbar kaputt... Ihr Mann und die 11jährige Tochter standen neben dem Sarg. Es regnete in Strömen.
Am 14. Juni war ich dann mit der Gebetsgruppe zwischen zwei Regengüssen kurz wandern.
Am 16. Juni war ich im Gutshaus Esna, weil alle Teams aus verschiedenen Orten in Estland dort Seminar hatten. Leider gibt es in Wikipedia keine Innenansichten, aber ist es toll dort! Leider hatte ich irgendeine emotionale Störung, so dass es mir gar nicht gut ging.
Am 17. Juni war ich dann so wahnsinnig müde...
Dann gab es die ersten Erdbeeren. Im Garten und im Wald.
Am 22. Juni waren wir zu viert - weil der Jüngste sein soziales Leben hatte - in Pärnu bei meinem Schwiegervater. Beim schmutzigem Geschirr im Küchenschrank habe ich ein bisschen geweint. Und dass er die verlorenen Tassen nicht in der Spülmaschine suchen konnte, auch. Die Tassen schimmelten übrigens ganz ruhig vor sich hin... Er hat wieder saubere Sachen und Schimmel ist auch weg. dann am Nachmittag konnten wir auch ans Meer - das wasser war schon wunderbar warm.
Untraditionell blieben wir am 23. Juni zu Hause. Der Jüngste feierte Mittsommer mit Freunden, der Älteste mit einem guten Freund, der Mittlere packte den Koffer...
denn am 24. Juni flog er nach Deutschland. Die Vielleicht-Freundin in Erfurt wartete auf ihn. Schön warm ist es dort, sagt er. (nach letztem Winter ist Sommerhitze sehr schön)
Der Älteste guckte sich die Waschmaschine an... nichts ausser Geruch gefunden. Jetzt wäscht es wieder so wie es soll.
Mit dem Jüngsten waren wir wieder am 27. Juni in Pärnu, wegen Meisterschaften in Bogenschiessen. Diesmal wurde er Zweiter. Und die Küche vom Opa sieht jetzt sehr viel sauberer aus... und am Strand waren wir auch.
Der Älteste und Der Mann nahmen die Spülmaschine auseinander.
Am 29. Juni reparierte ich unser Fundament, weil meine Hände die kleinsten in der Familie sind und am besten zwischen die alten Natursteine passen. Geht so... irgendwann wollen wir es professionell renovieren lassen.
Heute war ich wieder bei der Arbeit, obwohl ich eigentlich Urlaub habe - aber diese Woche kann ich auch gern Vertretung machen. Der Älteste ist nach Ämari gefahren... denn er hat für den Sommer als Unteroffizier Arbeit gekriegt. Aber das wird jetzt richtig bezahlt und ab September wird er wieder an der Flugakademie weitermachen.
Es ist heiss gewesen, und kalt, und geregnet hat es. Die Beeren werden langsam reifer im Garten und es gibt Hoffnung auf Zucchini. Nächste Woche kommt der Mittlere (der Zucchini liebt) mit der Erfurt-Freundin (die Beeren mag). Passt so.
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