Mein Tag als Küken (am 5. September)
Ich bin in der Nacht mehrmals wach, wie eigentlich fast immer. Irgendwann ist Der Mann nicht da. ? Er kommt wieder, hat für mich heisses Wasser angesetzt. Es ist leider Zeit...
Bad, Kaffee, Frühstück. Dann muss ich weg.
Irgendwo unterwegs denke ich, welches Auto habe ich nochmal genommen...? Frau Corsa und Monsieir Picasso sind sich gar nicht ähnlich, ich bin halt müde. Um 9.23 komme ich bei der Arbeit an. Meine Mitarbeiterinnen sprechen schon etwas miteinander via Messenger (in Estland wird übrigens WhatsApp recht selten benutzt). Ich bereite Dinge ein bisschen vor.
Dann kommt M und wir besprechen den Tag. Sie geht wieder. K kommt und wir bringen den Spiegel in den Labyrint und die Steine auf ihren Platz. Es wird langsam Zeit...
Ich schliesse mich in der Toilette ein und versuche, das Kostüm anzuziehen. Es geht.
Dann stelle ich fest, dass ich durch den Kopf kaum was sehe. Es wird (und bleibt) kompliziert.
Ich nehme den Korb und laufe los. Nämlich brauchen wir unbedingt Kunden in unser zweites Mutter-Kind-Zentrum, das schon im Februar geöffnet wurde, aber durch mehrer Änderungen nicht so populär ist. Heute ist hier im Stadtteil Tag der Heimcafes (die sind in Estland super beliebt) und gerade neben unserem Haus im Park des Liederfestmuseums ist der Mittelpunkt. Wir haben eine Schatzsuche vorbereitet und ich bin das Maskottchen.
Es regnet, dafür habe ich einen Zielblatt-Regenschirm. Es wird mir doch etwas kühl. 4 Stunden stehe ich da.
Um 15 Uhr sind die Karten alle und ich darf weg. Es sind mehrere Familien in unseren Räumen. Erstmal muss ich aus dem Kostüm raus, dann sitze ich im Spielzimmer und ein 9jähriges Mädchen "kocht" für mich in der Puppenküche. Sie gibt zu, dass sie ja eigentlich etwas zu gross ist für solche Spiele, aber manchmal macht es doch Spass.
Dann räumen wir auf und machen das Haus zu, es ist 16 Uhr, wenn ich durch strömenden Regen zum Auto komme. Der Jüngste wartet auf mich in der Bushaltestelle, er war gestern mit Klassenkameraden unterwegs und blieb in der Stadt übernachten. Dann holen wir dem Mittleren ab, der mit ein paar Freunden seinen 20. Geburtstag nachgefeiert hatte und ebenfalls in der Stadt übernachtete.
Zu Hause hat Der Mann Pfannekuchen gebacken und Öfen geheizt. Wir essen. Dem Ältesten, der gestern Halsweh hatte, geht es auch etwas besser.
Es ist nass und... nass (in der Küstenstadt Pärnu steht ein halbes Stadtteil unter Wasser, weil es gestern so viel regnete). Bin müde, schreibe diesen Eintrag. Später werde ich stricken und lesen. Bei Frau Brüllen verlinken geht im Moment noch nicht, aber egal, kann ich vielleicht später machen.

Comments
Post a Comment