Aufklärung. Spontan passiert. Wohl nicht so optimal.

Es sind inzwischen Dinge gewesen... schöne und schreckliche. Vielleicht werde ich auch darüber bloggen. Jetzt doch nur eine Geschichte, die der Älteste mir erzählt hat.

Der Älteste war eines Tages in der Stadtbibliothek. In der Kinderabeteilung gibt es auch Spiele, Computer, Videospiele... wir schicken unsere Jungs oft dahin, wenn sie länger in der Stadt warten müssen. Zu uns geht der Bus nur zweimal am Tag - unser Dorf ist wirklich inmitten von Nirgendwo.

Ein etwas kleinerer Junge hat sich zu dem Ältesten gesessen. Nett geplaudert. Urplötzlich fragt der kleinere Junge (10 Jahre alt, schätzte der Älteste): "Sag mal... kannst du mir erklären, was Sex ist?"

Unser Sohn ist mit 13 bestimmt nicht bereit, auf solche Fragen zu antworten. Ahnung - ich meine, eine vage, ziemlich medizinische Vorstellung - hat er schon, aber noch nie darüber nachgedacht, wie man es einem wildfremden Kind erklären sollte. Ausserdem war das fremde Kind jünger. Man muss sich um die jüngeren Kinder kümmern... die Verantwortung...

"Es ist besser, wenn du es nicht weisst," sagte der Älteste. (nicht das beste Antwort, aber wirklich, ich erwarte von einem 13-jährigen keine pädagogisch wertvolle Antworten, besonders wenn es um Themen geht, wo auch Erwachsene oft scheitern)

Das fremde Kind schmollte. "Ich will aber wissen!" Da kam die Erleichterung: "Ich werde es einfach mal googeln!"

Der Älteste hat dann gemacht, was er machen wollte, wahrscheinlich in seinem Comics weitergelesen, dann kam das fremde Kind wieder. "Du hattest Recht. Es ist voll eklig!"

Tja. Früher wurden solche Themen von grossen Jungs auf dem Spielplatz unschön erklärt. Heute macht es Google, offensichtlich auch nicht schöner.


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