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Mein Tag als Küken (am 5. September)

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Ich bin in der Nacht mehrmals wach, wie eigentlich fast immer. Irgendwann ist Der Mann nicht da. ? Er kommt wieder, hat für mich heisses Wasser angesetzt. Es ist leider Zeit... Bad, Kaffee, Frühstück. Dann muss ich weg.  Irgendwo unterwegs denke ich, welches Auto habe ich nochmal genommen...? Frau Corsa und Monsieir Picasso sind sich gar nicht ähnlich, ich bin halt müde. Um 9.23 komme ich bei der Arbeit an. Meine Mitarbeiterinnen sprechen schon etwas miteinander via Messenger (in Estland wird übrigens WhatsApp recht selten benutzt). Ich bereite Dinge ein bisschen vor.  Dann kommt M und wir besprechen den Tag. Sie geht wieder. K kommt und wir bringen den Spiegel in den Labyrint und die Steine auf ihren Platz. Es wird langsam Zeit... Ich schliesse mich in der Toilette ein und versuche, das Kostüm anzuziehen. Es geht. Dann stelle ich fest, dass ich durch den Kopf kaum was sehe. Es wird (und bleibt) kompliziert.  Ich nehme den Korb und laufe los. Nämlich brauchen wir unbeding...

Am 5. Mai

 Auch heute hat Frau Brüllen gefragt, was jemand so eigentlich den ganzen Tag macht.  Hier so:  Um 5 Uhr wach. Grrr. Auf alle Fälle Toilette, kurz Wasser trinken, dann wieder Bett. Irgendwann schlafe ich ein. Dann bitte ich Den Mann, dass er doch Kaffee machen könnte... Kann er.  Eine Katze legt sich schnurrend auf mich. Schön! Wenn ich die Augen aufmache, sehe ich, dass es die kleine Freya ist. Es ist 7.30 Uhr. Bad, Frühstück. Heute fängt die Schule des Jüngsten um 9 an.  Wir fahren in die Stadt. Der Jüngste geht, Der Mann geht (er hat Unterricht ab 9.30). Ich gehe einkaufen, dann parke ich den Wagen bei der Kirche und arbeite erstmal eine halbe Stunde bei Liedertexten - es wird ja viel gesungen beim Gottesdienst, Texte "kommen auf die Wand", aber manchmal sind da Tippfehler drin und die überprüfe ich.  Dann laufe ich zur Arbeit, ist ja nur 5 Häuser weiter. Es ist so eine Art Mutter-Kind-Zentrum.  Erstmal helfe ich Kleinkind M aus ihren Anorak. Ich r...

Wir hatten Februar (aus Versehen politisch, seien Sie gewarnt)

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Es sind Dinge passiert... und trotzdem scheint es mir, der Monat war irgendwie fad.  Tja.  Jetzt zu Ende gekommen, merke ich, dass es sehr politisch geworden ist. Vielleicht wollen Sie dann nicht weiter lesen. Ich habe gewarnt.  Ich habe Tomaten, Salat und Basilikum gesät. Unter der Lampe gedeihen die Tomaten, die Salatpflanzen sind dünn, aber am Leben, ein klitzekleines Basilikum habe ich auch - und ich bin sehr stolz darauf, mit Basilikum habe ich nie Glück gehabt.  Meine Flickenteppiche habe ich sortiert. Dann sind wir auf einem kleinen Markt hier in der Nähe gewesen, Es kamen kaum Leute, dann hatte ich mit zwei Teppcien schon die grösste Kasse... aber das ist auch was.  Kinder besuchten Freunde. Freunde besuchten Kinder.  Der Mittlere und der Jüngste waren auf einem kleinen Wettkampf. Der Jüngste wurde Erster, der Mittlere Zweiter (sie haben unterschiedliche Bogenarten, der Mittlere hat Sportbogen - oder olympische Recurve -, der Jüngste Blankbogen). Wi...

12 Bilder am 12. November

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Es ist wieder soweit... und mehrmals habe ich heute vergessen zu fotografieren. November ist eben nicht so fotogen in Estland. Hoffentlich gibt es hier Links zu besseren Bildern... Grr. Zuerst funktioniert Download nicht, dann spielt Blogger verrückt. Heute kommen die Bilder dann wohl in der falschen Reihenfolge.  Im Zimmer des Jüngsten wird demnächst renoviert.  Seine Pfalnzen sind dort längst raus... Die schwarze Mimi.  Um 17 Uhr war es vor dem Stadthaus stockdunkel.  Diesen Korb habe ich im Stadthaus gefunden, mit Wolle unbekannter Sorte.  Bevor ich dort ankam, gingen die Lichter auf der Brücke gerade an.  Die Johanniskirche von hinten... Und was da hinten ist, Ritterstrasse nämlich.  Und Turm der Johanniskirche.  Und Uni-Hauptgebäude, gerade gegenüber meiner Arbeitsstelle.  Heute hatte ich was zu schreiben.  Und am Morgen bin ich hier angekommen...

Am 5. November

Wie jeden Monat fragt Frau Brüllen auch heute, was man (frau) eigentlich den ganzen Tag macht.  Um 6 muss ich ins Bad. Bis 6.40 schlafe ich nicht mehr ein... grr. Ziemlich verknittert schlurfe ich in die Küche, Kaffee, Rührei für die Jungs. Ich wecke den Mittleren und den Ältesten. Mehrmals. Der Jüngste hat heute "selbstständige Schule", er kann im Bett bleiben, ich frage aber schnell nach, wie es ihm gesundheitlich geht, gestern hatte er so Beschwerden... Heute nicht. Der Mann bleibt ja sowieso zu Hause, er hat Dienstags frei.  Draussen sind 3'C und es regnet. Ich lasse den Ältesten beim Busbahnhof raus, er wird dann mit dem bus zur Flugakademie fahren (10 km ausserhalb der Stadt, in die falsche Richtung...). Den Mittleren bringe ich in die Schule, er schafft es noch knapp. Auf dem Weg zurück brauche ich für 2 Kilometer eine halbe Stunde... der Bahnübergang ist diese Woche gesperrt, deswegen gibt es Stau.  Im Stadthaus ist es aussergewöhnlich warm, unsere Mieterin ist w...

Am 5. Juni

Wahrscheinlich fragt  Frau Brüllen auch heute, was man eigentlich den ganzen Tag gemacht hat. Es ist halt viel zu früh, um von ihr einen Eintrag zu erwarten - hier ist es aber kurz vor 19, insofern... (ja, sofort es bei ihr 18 wurde, gab es Verlinkungsmöglichkeit - ich liebe punktuelle Menschen!) Am Morgen koche ich Brei für den Jüngsten, der heute als Einzelkind zu Hause ist. Dann überlege ich mich, ob ich sofort in die Stadt fahre oder erst später - Der Mann liegt mit Migräne im Bett und der Jüngste könnte generell auch mit dem Bus... Dann entscheide ich mich doch, sofort zu fahren.  Der Jüngste geht in die Schule, ich fahre in einen neuen Supermarkt. Rimi ist mir sonst zu teuer, aber dort werden gemüsekisten abgegeben und davon brauche ich ganz viel. Ich bringe drei Einkaufswagen voller Kisten ins Auto, Monsieur Picasso ist sehr geräumig. In meinem Elternhaus muss ich die Kisten natürlich abladen... und dann räume ich die Bücher in die Kisten. Zweimal habe ich schön Büche...

12 Bilder am 12. 12

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 Sind es viele 12s. Ich bin müde und will gleich ins Bett, aber noch ist zeit bis zur Mitternacht (auch 12...). Morgen früh im Literaturmuseum, wo ich als ehrenamtliche Mitarbeiterin... ... diesen 98 Jahre alten Text bearbeiten darf.  Übrigens kann ich keinen Computerprogramm dazu benutzen, meine Rechte am Computer sind sehr begrenzt und die handschrift ist eigentlich besser lesbar als die von Dem Mann... Draussen gibt es Schnee.  Die Schulfotos von dem Mittleren sind da. Es werden immer "Freundschaftsbilder" gemacht. Es ist nicht nur Freundschaft auf diesem Bild... hach, sind sie schön, unsere lieben Tauben.  Dann tippe ich weiter. Morgen ist dieser Text fertig und ich kann mit dem Nächsten anfangen. Literaturmuseum befindet sich in einem klassizistischen Haus. Auf der nächsten Seite der Strasse sieht es so aus.  Und das ist schon auf der grössten Kreuzung der Stadt. Es schneit und schneit und schneit.  Vor dem Haus meines Vaters... Jeder Hausbesitzer muss...

Das war unser Oktober (mit Reisebericht)

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Ich bin so froh in einer Welt zu leben, in der es die Oktober gibt. (Anne von Green Gables) Na ja, vielleicht nicht hundertprozentig... hierzulande gibt es im Oktober meistens Hundewetter.  Erstmal konnten wir nicht zum Geburtstag des Schwiegervaters, weil es ihm gesundheitlich schlecht ging. Jetzt geht es besser, wir planen einen Besuch zum Vatertag im November.  Der Mittlere und Die Freundin waren auf einer Party. War gar nicht so lustig wie sie hofften. Es gab Sturm. Unsere Garagentüre (die Garagen sind für grosse LKWs gebaut, aus der Zeit der Försterei in Dem Haus)  sind sehr gross und sehr schwer, dachten wir... Für den Wind doch nicht schwer genug. Die Männer konnten die weggeblasene Tür doch wieder zurück tun - nur mit vereinten Kräften.  Ich habe alle Tomaten in die Küche gebracht und Tomatensauce eingekocht.  Der Jüngste hat seine Dahlien ins Haus gebracht, denn an irgendeiner Nacht gab es Temperaturen unter Null.  Ich war mit der Mutter des Leihki...

Weg

 Morgen ist der letzte Tag bei der Arbeit. Ich werde viel gefragt, wohin ich denn dehe... und ich antworte: "Weg." Denn wirklich, es ist mir im Moment egal, dass ich ab November keine Stelle und kein Einkommen habe. Und dass ich ja generell eine sehr gute Uni-Ausbildung habe, die ich in der bisherigen Form bestimmt nicht mehr benutzen will. Ich gehe nur weg.  Ich freue mich schon auf Tage im Garten. Aufs Putzen. Aufs Sparen. Auf selbstgemachte Müsliriegel und auf neue Rezepte - seit einigen Jahren probiere ich kaum welche aus, obwohl ich es früher immer als Hobby gemacht habe. Vielleicht werde ich sogar die Nächte durchschlafen, das passiert mir in den letzten Wochen immer öfter.  Auch von zu Hause gehen wir morgen weg, es wird aber "nur" Urlaub sein. Süden von Polen und Prag, vielleicht auch ganz wenig von Deutschland. "Es wäre doch schön, an einem Tag auch Schilder in der bekannten Sprache zu sehen," schwärmte der Älteste. Wir gucken, wie das Wetter wird...

Es gab August

Traditionell fängt Schule in Estland am 1. September an - oder oft. Privatschulen machen das ab und zu auch anders. Heute sind aber noch Sommerferien. Es gab aber... Ich war Waldhimbeeren pflücken. Wir haben jetzt auch Himbeer-Nektarinenmarmelade.  Der Jüngste hat versucht, seine Schnittblumen zu verkaufen. Der Mittlere ist zu seiner Freundin gegangen, sie guckten "Oppenheimer". Der beste Freund des Jüngsten kam zu uns. Es regnete viel.  Ich war Pilze sammeln - Pfifferlinge gab es.  Ich und der Jüngste waren einen Tag in Tallinn, weil meine Freundin aus London (na, ein paar Kilometer auswärts in der Nähe von Hampton Court) mit ihrer Tochter, die 2 Tage jünger ist als unser Jüngster, bei Ihere Familie zu Besuch war und einen tag mit uns verbringen wollte. Es war sehr sehr sehr schön und sehr sehr sehr regnerisch. Glutenfreies Restaurant "Kivi paber käärid" ist gut für Leute mit Allergien, Burger soll gut sein... Nudeln sind furchtbar würzig und es wird nicht gewarnt,...

Was ich will

Ich sitze gerade bei der Arbeit hinter meinem Computer. Es ist sauber und nett hier. Es ist nichts los, weil die Schule erst am 1. September beginnen wird und die Besprechungen und Termine gibt es auch erst ab übermorgen.  Ich will nicht hier sein.  Also wirklich.  Vorgestern habe ich die Jobangebote durchgestöbert... Tellerwäscher. Wäre das eine tolle Arbeit! Bestimmte Aufgaben, einfache Arbeit, sichtbare Ergebnisse und wenn es Kritik gibt, dann hat es Gründe und frau kann davon etwas lernen. Hach.  Etwa 25 Jahre im Sozial- und Bildungssystem als Studentin, Praktikantin, Freiwillige und Spezialistin haben mir klargemacht, dass ich es nicht mehr machen will. Dinge haben sich geändert, ich passe nicht mehr zu dem Job und der Job passt nicht mehr zu mir. Wie schlimm muss es sein, dass jemand mit guter ausbildung und viel Erfahrung unbedingt aufhören will? Sehr schlimm, kann ich bestätigen.  Das mit Tellerwäscher meine ich todernst. Oder etwas in diese Richtung. De...

Und warum ich heute zu Hause bin...

 ... obwohl ich eigentlich gerade in Polen sein sollte? Wir hatten einen kurzen, aber feinen Urlaub geplant. Bautzen. Sächsische Schweiz. Prag. Wroclaw. Katowice. Abenteuerpark Energylandia. Krakow. Schwimmbad. Alles sah so aus, dass es stimmt. Nicht zu teuer, nicht sehr lang. Donnerstag Nachmittag wegfahren, nächsten Donnerstag Mittag zurückkommen.  Dann Mittwoch Abend ruft unsere Chefin Den Mann an. Lange geredet, sich entschuldigt und so... Nächstes Schuljahr wird er kaum Unterricht haben, das heisst, so gut wie kein Geld. Und soviel ich verstehe, wird damit auch so Einiges, was ich gearbeitet und erreicht habe, zu Null. Denn ich habe die Kinder mit Lernschwäche (die Der Mann unterrichtete) alle psychologisch untersucht und zum Psychiater geschickt... damit sie eine Mini-Klasse kriegen und trotz Lernschwäche Hauptschulabschluss kriegen können... Und die Eltern überzeugt. Und die Kinder waren in dieser Mini-Klassen glücklich. Das soll jetzt beendet werden, alle müssen in die...

Am 5. Mai

Höchstwahrscheinlich fragt Frau Brüllen auch heute, was frau so den ganzen Tag eigentlich macht. Es ist zwar erst halb sechs in deutschsprachigen Ländern, aber ich bin müde... aus Gründen.  Aufgewacht um 4.45. Ohne Grund, nur weil es mir in der letzten Zeit emotionell schlecht geht. Ich bleibe im Bett und bete. Vielleicht kann ich doch einschlafen? Nee, ich bleibe wach.  Wecker piepst trotzdem erst um 6.40. Bad, Küche. Kinder wecken. In der Küche kurz ein bisschen aufräumen. Kinder noch zweimal wecken. Dann frühstücken wir. Ich esse zwei Toastbrote mit Erdbeermarmelade.  Wir fahren in die Stadt. Die Grossen steigen fast in der Mitte bei der Ampel aus.  Ich habe wenig zu tun. Papierkram. Dann mache ich mit einem Jungen einen IQ-Test. Er hat höchstwahrscheinlich Aufmerksamkeitsstörung und wächst gerade schneller, als ihm guttut... Die Testergebnisse sind nicht komplett schlimm, aber genug, sodass er wahrscheinlich ab Herbst in eine Sondergruppe gehören wird. Dann komm...

Am 5. April

 Wie immer fragt Frau Brüllen auch heute, was man (frau) woanders den ganzen Tag gemacht hat. Und wie ich gerade gelesen habe,macht sie es schon seit 10 Jahren. Ist das toll! Obwohl mein Tag gar nicht so spannend war, wie eigentlich oft... Um 6.40 der Wecker. Noch einige Minuten, bitte... Bad, Kaffee. Kinder wecken. In der Küche etwas aufräumen, nochmal Kinder wecken. Der Mann erscheint. Wir frühstücken. Den Ältesten wecken, er will heute Bus fahren. Um Viertel vor Acht gehen wir aus dem Haus.  Es schneit ziemlich dicht, auf dem Weg in die Stadt wird der Schnee nasser und Autothermometer zeigt dann irgendwann sogar +1'C, das ist ja schön! Wir erreichen noch rechtzeitig die Schule des Mittleren (quer durch die Stadt) und eigentlich ganz bald auch die Schule des Jüngsten, die ja auch unser Arbeitsplatz ist. Ich arbeite. Dann arbeite ich noch mehr. Inzwischen habe ich Zeit, dann zahle ich den Kindern Taschengeld und kaufe dem Jüngsten eine dreimonatige Kombikarte für Bus und Sta...

Am 5. Januar

Jeden Monat fragt Frau Brüllen, was die BloggerInnen eigentlich den ganzen Tag machen .  So auf alle Fälle - der Jüngste ist fast 14, der Mittlere 16, der Älteste wird noch in diesem Monat 18. Das Leihkind ist ein guter Freund der Jungs, er wird morgen 19.  Dem Mittleren geht es endlich besser. Dadurch schlafe ich bis Viertel vor Acht... weil wir ja noch im Ferienmodus sind und erst um 10 Uhr bei der Arbeit sein müssen.  Kaffee. Wäsche aufhängen. -11 draussen. Der Älteste hat das Leihkind zu Besuch, sie stehen auf und wollen mit uns in die Stadt. Ich gehe kurz ins Zimmer des Mittleren, ob es ihm gut genug geht? Ja, er hat kein Fieber, Halsweh ist nur mild, wir können ihn allein lassen. Er schläft weiter, wir frühstücken und fahren in die Stadt. Toll, mein Sozialhilfegeld ist angekommen! Ich bin nämlich auf Hörgerät angewiesen (und als Psychologin gibt es da unangenehme Momente...), dafür kriege ich jeden Monat etwas Geld. Bei der Arbeit ist heute Weiterbildung. Wir müssen...

Was ich heute machte

 Frau Brüllen fragt noch immer am 5. jedes Monats, was macht frau (oder Mann) eigentlich den ganzen Tag.  Heute so: 5.20 aufgewacht, weil ich wohl die Toilette besuchen musste. Nicht mehr eingeschlafen, trotzdem bis 6.40 im Bett geblieben.  Danach Bad, Kaffee, Kinder wecken. Eine Tüte schöne rote Äpfel aus dem Korb in der Küche füllen, die will ich im Lehrerzimmer auf den Tisch stellen.  Kinder zum zweiten Mal wecken.  Frühstück. danach stelle ich die Spülmaschine an, weil wir seit 1. Oktober eine neue Stromordnung haben, keinen billigen Nachtstrom mehr. Da kann ich auch tagsüber spülen und waschen.  Um 7.27 sitzen wir alle im Auto. Die Sonne kommt hinter den Wolken hervor.  Um 7.54 bilden wir einen Teil der Stau. 5 Ampelzyklen, vielleicht auch mehr. Es wird auf einer der Haauptstrassen gebaut, wenigstens einen Monat wird es noch dauern. Bäh.  8.11 laufen wir in der Schule schon die Treppe rauf. Geschafft!  Ich gehe ins Lehrerzimmer, um Äpfe...

Damit es hier nicht so unangenehm bleibt...

 ...muss frau auch über Erfreuliches schreiben. Am Dienstag hatten wir unseren Hochzeitstag. 19 Jahre. Um das zu feiern, sind wir mit der ganzen Familie aus essen gegangen - das machen wir wirklich selten. Es gab Asiatisches und nicht seeehr fein, weil wir gerade aus der Schule/Arbeit dorthin gegangen sind. Wir hatten wohl die netteste Kellnerin in der Welt, sie war so froh und freundlich, dass es sich anfühlte, als würden wir eine Cousine besuchen oder so, nicht uns mit einer wildfremden Frau unterhalten... die ja eigentlich dafür bezahlt wird, dass sie nett ist. Gestern habe ich in der Stadt Vögel gehört! Es waren keine Meisen, eher irgendwas in Richtung Spatz (ich kenne nur sehr wenige Vögel), aber sie hatten sich sehr viel zu sagen. Das macht Hoffnung auf Frühling, obwohl wir im Moment zweimal mehr Schnee haben als an einem durchschnittlichen Winter (überkneetief, ich bin 170 cm gross).  Und obwohl wir heute früh -12'C hatten. Aber - stellt Euch das vor - ich war Brennholz...

WMDEDGT am 5. November

 Auch heute fragt Frau Brüllen , was man (frau) so überall den ganzen Tag eigentlich macht.  Um 6.40 piepst mein Handy. Durchgeschlafen! Kommt nicht so oft vor, besonders direkt nach der Zeitumstellung.  Kaffee. Dazu machen wir den Selbsttest - seit Montag machen alle Schüler und Lehrer in Estland dreimal in der Woche Selbsttests, damit Corona doch irgendwie gebändigt wird. Zwischenstand in unserer Schule: eine Lehrerin, drei Schüler. Alle fühlten sich vor dem Test kerngesund und fit. Ich und Der Mann sind beide negativ, der Jüngste machte sein Test gestern Abend, der Älteste wird es in der Schule machen, der Mittlere lebt schon mit den Folgen des Testens - in seiner Klasse war ein Mädchen positiv, er sitzt in Selbstisolation, darf deswegen länger schlafen.  Wir fahren in die Stadt. Es regnet mit gemütlichen 8 Grad. Sehr warm für Anfang November.  Ich arbeite. Dann arbeite ich etwas mehr... und etwas mehr. Heute waren es: Zoom-Meeting mit Kinderschutz - nicht p...