Über Dezember
Habe ich komplett vergessen.
Eigentlich nicht so ereignisvoll... oder doch, genug.
An einem Samstag war ich auf einem Weihnachtsmarkt. Der Mann auf dem anderen. Der Jüngste auf Estonian Cup. Die Grossen... zu Hause, weil es so klappte. Die Märkte waren gut, der Jüngste erhielt Bronze.
Ein paar weitere Märkte habe ich ausgelassen. Machte nichts.
Dann... kriegte ich einen Strickauftrag. Innerhalb von 10 Tagen einen Spitzenschal bitte... Mit einem Muster, den ich nie zuvor gestrickt hatte... Ging aber sehr schnell, aber doch etwas panisch.
Inzwischen sagten beide Grossen, dass sie nicht über Weihnachten nach Hause können. Ich heulte, natürlich. Und betete. Und las Bücher, von denen ich Hilfe hoffte... und es half. Irgendwann später stellte es sich heraus, dass der Älteste doch Weihnachtsurlaub kriegt. Den Mittleren besuchten wir dann am 4. Adventssonntag und es war auch ganz nett, so als Familie im Soldatenhaus zusammen zu sein. Ich gab ihm ein kleines Buch mit Bibelzitaten, er akzeptierte es gnädig (sein Weg mit Gott ist in den letzten Jahren sehr schwierig und holprig gewesen).
Am 4. Adventssonntag kam auch eine indische Studentin sich ein freies Zimmer im Stadthaus ansehen. Wir mochten uns auf Anhieb gegenseitig nicht...
Dann hatten wir Weihnachten. Mit Ente auf dem Tisch (lecker), zu viel Rum im Marzipanstollen (aber machte nichts, tralalala...), natürlich Kirche und etwas Bescherung später. Und einem Brettspiel dazwischen, das war besonders schön. Und Der Mann und ich kriegten zum ersten Mal von Kindern ein richtiges Weihnachtsgeschenk, jetzt müssen wir irgendwann ins Wellnessbad.
Am 1. Feiertag gab es Mittagessen in der Gemeinde. Und Schnupfen für Den Mann.
Am 2. Feiertag gab es Fieber für Den Mann und dadurch war ich allein unsere Hausärztin besuchen - nämlich gibt es in der Gemeinde Weihnachtskarten für diese Mitglieder, die älter als 70 Jahre sind, und ihr Mann ist gerade 71 (die Ärztin geht selbst auch bald in die Rente). War sehr schön.
Dann sagte die Inderin, dass sie das Zimmer haben will. Oops.
Dem Mann ging es besser. Das Schmuddelwetter wendete sich und Schnee kam. Der Älteste ging wieder zurück in sein Dienst, der Mittlere kam aber nach Hause - für einen Abend waren alle Söhne zu Hause, war das schön!
Die Inderin zog ein. Sie fragte nach, ob wir in Holzhäusern keine Angst vor Schlangen haben, die ja immer in die Häuser kommen... Gut, dass sie Astrophysikerin ist und keine Biologin! (die estnischen Schlangen mögen Menschen gar nicht und sogar im Wald sieht man sie selten)
Am Silvesterabend kamen einige Freunde zu Besuch. Es war sehr schön, wir spielten Brettspiele und wer wollte, konnte in die Sauna. In der Nacht brachte ich noch eine Familie nach Hause. Es waren -18'C.
Gehandarbeitet habe ich noch: eine zu-Hause-Hose für den Ältesten und einige Tischdecken. Und einige Socken gestrickt.
Im Stadthaus hat Der Mann im Keller Türe gestrichen. Nach 40 Jahren unrenoviert sieht es bestimmt besser aus. Die Inderin hat schon Probleme mit Strom gehabt und die Situation selbst gelöst... und heizen hat sie auch gelernt, alles innerhalb von ein paar Tagen.
Geht doch...
Was ich heute den ganzen Tag mache, kommt später. Es ist ja erst 8.20 am Morgen.
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