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Maskerade

Jetzt ist es amtlich. Wir haben Unterkunft gebucht und in nur etwas mehr als einer Woche starten wir auf Urlaub. Nach Deutschland. Ohne viele soziale Kontakte, mit Abstand. Irgendwo in einem bayrischen Dorf. Dort gibt es nicht einmal die Bäckerei! Ob Brötchen kaufen als sozialer Kontakt zählt…? Aber Maskenpflicht. Hierzulande haben wir es ja nicht. Hierzulande haben wir auch kaum Corona mehr. Es gibt Leute, die in Geschäften mit Maske rumlaufen, aber das ist freiwillig und vor ein paar Tagen wurde auch Abstandpflicht gelockert. Und überhaupt habe ich Verdacht, dass wenigstens ich und der Jüngste Ende Februar/Anfang März Corona hatten. Es war nicht schwer, aber anders als alle Viren zuvor. Also Maskenpflicht in Deutschland. Essen einkaufen müssen wir. Und noch in einige Geschäfte gehen, denn so manche Kleidungsstücke gibt es in Estland kaum… wenigstens nicht mit gutem Preis-Leistungsverhältnis. Und italienisches Eis (bitte auf der Terrasse oder zum Mitnehmen!). Und und und. "...

12 Bilder am 12. Juni

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Hier gibt es mehr und schönere. Nach dem Frühstück - das war eigentlich so gegen Mittag, heute hatten wir keine Eile - habe ich ein Gartentour gemacht.  Das ist Hoffnung auf eine Birne.  Wir haben die Lupinen schön.  Der Jüngste wurde endlich mit seinem Gewächhaus fertig.  Blumentopf.  Und noch eins.  Und noch eins.  Und noch eins.  Da kam die schwarze Mimi angerannt.  Morgen gehen wir endlich wieder auf den Markt, dafür hatte ich die neuen Flickenteppiche gemessen und die Preise draufgeklebt. Dann hatten wir Gäste - zwei Schwalben sind durch die offene Tür reingeflogen und durchs ganze Haus ins Zimmer des Ältesten. Da sassen sie ratlos auf der Gardinenstange und wussten nicht, wie man hier raus fliegt. Dann konnte einer durch das Fenster raus und die andere guckte zuerst verblüfft zu, einige Sekunden später vertsand auch sie, dass man zuerst nach unten und dann wieder nach oben fliegen muss.  Währ...

WMDEDGT im Juni

Die Idee, jeden Monat am Fünften aufzuschreiben, was man so macht, stammt von Frau Brüllen . Ganz ehrlich: ich schaffe es nie, alle Einträge von den Anderen komplett durchzulesen, trotzdem habe ich dadurch auch eininge tolle Blogs entdeckt, in die ich immer reingucke. Meistens sind es Mama-Themen. Schon wieder habe ich ein Alptraum wie so oft in der letzten Zeit. Im Traum muss ich für die zwei Jungs mit speziellen Bildungsbedürfnissen (oder wie auch immer es auf Deutsch heissen mag) verantwortlich sein. Ihre Lehrerin wird ja ab September woanders arbeiten und... tja, es gibt aber einen neuen Lehrer, der ist zwar als Niederländischlehrer eingestellt, aber mit den kleinen Jungs spielt er gern auch Basketball. Ich glaube nicht, dass es in ganz Estland eine Hauptschule gibt, wo man Niederländisch lernen kann! Und übrigens gibt es schon eine gute Lösung dafür, was mit diesen Jungs ab September passieren wird. Dann wache ich auf, es ist 7.51. Homeoffice-Zeit ist zwar schon vorbei, aber e...

Was die Krise gewirkt hat

Letzte Woche habe ich gehört, wie jemand fragte: "Was für ein Jahr haben wir gerade?" Gemeint wurde die Nummer, 2020. Dieselbe Jemand etwa 15 Minuten später: "Wie heist mein Kind nochmal?" Sie wollte ihr Kind anrufen, konnte aber die Handynummer nicht finden… Kein Alzheimer, Qorontine.

Was ich an Esten gar nicht mag

Es ist nur fair, wenn ich nach dem Nicht-Verstehen-Post über Deutsche etwas Kritisches über meine Landsleute schreibe. Es gibt unter uns aber auch nette… hoffe ich. 1. Alkoholkonsum . Überall und immer muss Alkohol getrunken werden. Und falls jemand kein Alkohol trinkt, wird er dann lautstark beschämt und muss erklären, wieso nicht. "Aber diesen einen Schnaps darfst du doch!" Es geht oft nicht um Wein, sondern um Vodka. Und wisst Ihr, was besonders schlimm ist - ich kenne Frauen, die ihre alkoholsüchtige, misshandelnde Ehemänner verlassen haben, weil sie für ihre Töchter eine bessere Zukunft haben wollen… und diese Frauen sagen, dass es doch normal ist, wenn ein Mann sich ab und zu betrinkt. Da ist man schon gern unter den Baptisten in Estland, bei unserer Gemeinde herrscht nämlich Alkoholverbot. Ich koche oder backe nur ab und zu mit Wein oder Rum. 2. Angeberautos . Viele, viele Esten wohnen in einer schäbigen Wohnung, können dem Kind keine ordentliche Kleidung für die ...

12 Bilder am 12. Mai

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Heute mache ich wieder bei 12 von 12 mit. Es ist eigentlich ganz schön, die Motive zu suchen. Leider unscharf, aber das ist das Frühstück des Jüngsten. Weizenbrei mir Erdbeer-Rhabarber-Bananenmarmelade (von letztem Jahr) und Schlagsahne. Weizenbrei hatten wir alle, aber wenigstens ich und Der Mann ohne Sahne. Er aber dafür mit Butter und Salz (bäh!). Dann habe ich eine kleine Runde im Garten gemacht. Die frühern Narzissen blühen schön. In den Hochbeeten ist noch fast nichts los. Die Porreen rechts haben den Winter überlebt, da dachten wir, die können einfach bleiben. Der Jüngste hat seinen kleinen Garten erweitert. Letzte Woche haben Der Mann und der Jüngste uns "Blumentöpfe" neben die Treppe gestellt, gemacht aus einem alten hohlen Baum. Vor dem Videokonferenz habe ich Zeit, um einen Flickenteppich fertigzustellen. Videokonferenz. Der Schuldirektor hat was zu sagen.  Dann nähe ich endlich einen Spitzenschal zusammen. Es hat lange gewar...

Die estnische Kekstorte

Ob es eine Torte ist oder eher Nachtisch, das kann jeder für sich selbst entscheiden. Wir nennen es aber Kekstorte. Das gehört zur estnischen Küche genauso wie Herring, Schweinebraten oder Kartoffeln. Also passt es vielleicht auch zur Nordischen Küche . Man nehme: rechteckige Kekse, 2-3 Packungen. Butterkekse von Leibnitz eignen sich gut - es ist keine Werbung, ich weiss einfach nicht, welche Firmen noch rechteckige Kekse machen! Die Kekse von Kalev oder Selga kriegen Sie ja in Deutschland nicht in jedem Supermarkt.  Quark. 800 Gramm oder so. Kann ruhig etwas mehr oder ein bisschen weniger sein. saure Sahne, falls Quark von der trockenen Sorte ist. Oder keine saure Sahne, falls Quark cremig ist. Zu hause habe ich selten cremigen Quark.  Zucker. Einige Suppenlöffel voll, aber auch das geht nach Geschmack. Die Kekse sind ja eh süss. Kaffee oder Saft, eine Tasse reicht.  Obst. Tiefkühlbeeren, Bananen, Pfirsiche - was gerade da ist. Oder Smarties. Oder Gummibärchen. ...