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Jahresrückblick

Und etwas mehr - ich sagte zwar, dass ich schreiben werde mit Bildern, aber ein Artikel habe ich nach einige Zeit wieder zurückgezogen - weil es vielleicht doch zuviel von den Kindern erzählte, wer es sehen wollte, hat es gesehen - und dann... dann ging es mir körperlich nicht mehr so gut. Wir haben diverse Viren im Haus, nur der Jüngste ist fast fit. Entschuldigen Sie, ich versuche erstmal, gesund zu werden, dann wird es vielleicht auch Bilder geben... Aber. Das Jahr 2022 ist sehr bald zu Ende. Es ist bestimmt nicht mein Lieblingsjahr gewesen, aber es hat auch Schönes gegeben.  Januar haben wir mit einer kollektiven Corona-Erkrankung angefangen. Danach ging es uns bis Anfang Februar eigentlich gut... Der Älteste feierte seinen Geburtstag bescheiden mit seinen Schulfreunden, ich meins gar nicht wie immer - eigene Geburtstage sind nicht so mein Ding.  Aber meiner Mutter nicht. Innerhalb einer Woche veränderte sie sich sehr, sagte der Jüngste... dann ist sie zu Hause gefallen, N...

Nach dem Sturm - oder inmitten, so wie man schaut...

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 Vielen Dank für die lieben Kommentare gestern! Strom war wirklich aus, aber nur etwa zwei Stunden. Davon war ich eine Stunde draussen, habe die riesige Schneewehe vor unserer Einfahrt wegggeschaufelt und sonst auch... viel Schnee von einem Ort auf den anderen bewegt. Meine Männer kamen nach Hause und alles war gut.  Zu den anderen Themen - eigentlich ist alles miteinander verbunden. Und ich bin kaputt.  Der Mittlere und seine Freundin haben ungewollt unser Familienleben in nur zwei Monaten auf den Kopf gestellt. Hier inmitten von Wäldern ist man ja gewohnt, dass alle Kinder meistens zu Hause sind, öfters sind auch Freunde übers Wochenende da. Jetzt... ist der Mittlere dauernd weg und wenn er dann zu Hause ist, ist er erstmal super irritiert und unglücklich. Asperger, eben - er kommt mit all den schönen grossen Gefühlen nicht so gut klar und braucht immer einige Stunden Zeit, um wieder normal zu reagieren - nett oder wütend, je nach Situation. Dazu kommt, dass er sich woh...

Tut mir leid...

 ... aber wahrscheinlich wird es kein 12 von 12 heute von mir geben - obwohl ich diesen Format sehr liebe.  Erstmal haben wir den Sturm Birgit. Es ist dunkel drinne und alles weiss draussen, nicht so gut für Fotos... und ich habe keine Ahnung, ob meine Männer heute von der Schule nach Hause kommen können oder nicht. Ich mag überhaupt nicht in der Nacht allein sein! Zweitens bin ich nach einigen Tagen zwar wieder emotional stabil (viel Bosheit in der Gesellschaft, Kinder immer unterwegs, die Situation mit dem Mittleren und seiner Freundin sehr süss und rührend, aber trotzdem wahnsinnig intensiv...) , aber für Bilder habe ich heute kein Geduld.  Drittens geht Strom hier heute ein und aus, wohl wegen des Sturmes.  Ich werde in den nächsten Tagen ein bisschen fotografieren und Ihnen die Bilder zeigen. Falls Sie mögen. 

Am 5. Dezember

Frau Brüllen fragt immer am 5., was die BloggerInnen eigentlich den ganzen Tag machen.  Na ja... Ereignisreich geht anders.  Früh wegen Husten wach, Seit einer Woche habe ich irgendein Virus. Bäh. Doch nochmal eingeschlafen.  Kaffee, Bad, Kinder wecken, Kinder nochmal wecken. Kinder und Mann kommen zu spät.  Ich telefoniere mit dem Zahnarzt, dass ich wegen Husten nich kann, Der Mann aber. Und mit dem Sozialamt, wegen Behindertenausweis meines Vaters. Und mit seiner Hausärztin. Ich stopfe Socken und repariere noch so manche Textilien, bei den Meisten ist nur eine Naht kaputt.  Inzwischen nehme ich wegen Erziehungsfragen (zum Thema: Freundin und wie weit darf man gehen - bis zur Tür des Klassenzimmers, natürlich! will der Sohn aber nicht einsehen...) eine Baldriantablette. Und ich bete, bete und bete.  Ich hole Brennholz und mache Feuer. Irgendwann telefoniere ich mit Dem Mann.  Irgendwann sortiere ich Äpfel und backe einen Apfelstrudel, ohne Mandeln, w...

Das war unser November

November in Estland ist grau, grau, grau, nass, nass, nass und kalt, kalt, kalt. Da braucht man etwas Frohes.  Wir haben den Geburtstag Des Mannes nachgefeiert. Es war schön und ruhig.  Zum Vatertag gab es Lasagna und Kürbiskuchen.  Die Buben hatten Pubertät, wie ich einer netten Bekannten aus Gummersbach am Telefon sagte. Pubertät macht nicht so froh, aber manchmal soll Mama auch um ihre Jungen weinen... oder auch um nicht-so-ihre - alle unsete ehemaligen Schüler sind für immer auch meine Kinder und über einen habe ich die schlimmsten Nachrichten gehört. Er lebt noch, aber sein Weg wird nach einem schlimmen Tat lang und dunkel sein, ohne Hoffnung auf menschliche Hilfe. Also muss gebetet werden.  Unsere eigenen Buben, ja, verursachten mir auch Tränen... aber Gewitter hat wohl die Luft geklärt, es geht jetzt besser.  Dann hatte der Mittlere Jahrestagsball in der Schule. Sehr spannend, sehr schön. Er hatte dort sehr viel Spass. Seine Freundin trug ein silbernes Kl...

Grafiken

"Ein Schulfreund von mir... er hat auch jemanden. Bei ihnen geht es aber so..." Der Sohn zeichnet eine Berg-Silhouette in die Luft, mit Gipfeln und Tälern.  "Bei uns ist es aber so gewesen, anfangs gut, dann hatten wir den Streit, das war ganz tief, dann haben wir uns wieder versöhnt und am Tag des Konzerts* dann alles geklärt und seitdem geht es so..." Er zeichnet Grafik einer linearen Gleichung, steigend Richtung Himmel.  Asperger, eben. Übrigens signalisiert er in der letzten Zeit  "ja" und "nein" mit Daumen, aber wenn es was zu erzählen gibt oder ich ihn gründlicher abfrage, dann benutzt er doch die Sprache. Ob es dann Estnisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Holländisch, Schwedisch oder Finnisch ist, hängt von seiner Laune ab (Estnisch Muttersprache, Englisch und Deutsch fliessend, Französisch nicht schlecht, von anderen Sprachen benutzt er einige Sätze, je nachdem, wie viel Interesse er dafür gerade gehabt hat). Tja, anfangs war ich natürl...

Erster Preis für naiven Optimismus kommt dieses Jahr wohl in unsere Familie

Der Mittlere ist ja bekanntlich verliebt. Glücklich! Sehr glücklich, liebe Mutter! Und wir können hautnah erleben, wie es aussieht, wenn ein junger Mann mit etwas Asperger-Syndrom* Gefühle hat, die auch erwidert werden Generell ist es sehr schön. Er ist aber eben 16 Jahre, 2 Monate und 2 Wochen alt (er beschäftigt sich in der letzten Zeit oft mit genauen Zeitrechnungen - na gut…). Und Lebenserfahrung und Verständnis über Beziehungen hat er auch… so wie ein 16-jähriger eben hat.  Weil aber seine Freundin es verdient, dass unser Sohn sehr nett und zuverlässig ist, müssen wir jetzt ganz eilig und viel über Beziehungen und Gefühle reden. Ich dachte, es könnte noch über Jahre langsam passieren, aber wenn es jetzt sein muss, dann muss es sein.  Da habe ich nachgefragt, ob der Sohnemann den Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe kennt. Kannte er nicht. Mit 16 denkt man ja auch nicht daran, aber wenn die Mutter Psychologin ist, dann ist man gezwungen…  Nach einer längeren Le...